Symposium in Berlin

Rückkopplungen:

Kunst und Lebenswirklichkeiten

Eine Veranstaltung im Rahmen des Vermittlungsprogramms der 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

2.–4.7.2010
An verschiedenen Orten in Berlin-Kreuzberg

Rückkopplungen untersucht Grenzen und Beziehungen zwischen Kunst und ihrer Vermittlung und befragt die Funktion künstlerischen Engagements sowie den Begriff der kulturellen Bildung.

Wie die 6. Berlin Biennale setzt Rückkopplungen die Akzentuierung auf die Veränderung von gesellschaftlicher Wirklichkeit. Die Ausstellung der 6. Berlin Biennale präsentiert künstlerische Positionen, die unter anderem mittels partizipativer Strategien eingreifen wollen. Rückkopplungenuntersucht die Handlungsweisen der kulturellen Bildung im Hinblick auf ebendiese Möglichkeit. Eingebettet in Projektpräsentationen der kulturellen Bildung in Form von Ausstellungen, Workshops und Filmscreenings finden am Samstag, den 3. Juli 2010 zwei Podien und ein Werkstattgespräch statt. Für das interessierte Publikum ist die Teilnahme an allen Veranstaltungen offen.

Thematisch an Fragen der 6. Berlin Biennale nach dem Verhältnis von Kunst und gesellschaftlicher Wirklichkeiten gekoppelt, steht beiRückkopplungen das Partizipatorische im Mittelpunkt. Die Diskussion um Ansätze und Möglichkeiten kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe führen Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen der Kulturproduktion, Soziokultur, Pädagogik, Verwaltung, Politik sowie der Kunst und Kunstvermittlung. Eine prozesshafte, ergebnisoffene und bewegliche kulturelle Bildung, verstanden als Möglichkeit der Persönlichkeitsbildung mit sozialen Auswirkungen, kann nur gelingen, wenn in diesen Bereichen neue kommunikative Strategien entwickelt werden, die die Teilnehmenden ins Zentrum des Denkens und Handelns stellen. Erst die aktive Kommunikation ermöglicht eine soziale und nachhaltige Wirksamkeit künstlerischer Prozesse.

Ein begleitender Blog (www.rueckkopplungen.de) dokumentiert die Aktivitäten, informiert über die Zusammenhänge und bildet eine öffentliche Plattform für eine kritische Reflexion der behandelten Themen über die Veranstaltungen hinaus.

Im Anschluss an Rückkopplungen ist eine Publikation geplant.

Programm

Freitag, 2.7.2010

14–19 Uhr: Projektpräsentation: Haben Spinnen Hufe? Können Hunde denken?
Eine Zusammenarbeit der Fichtelgebirge Grundschule mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Ort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Raum der Patenschaften, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

15–22 Uhr: Ausstellung von Workshopergebnissen: StreetUniverCity Berlin e. V. (SUB)
Freier Träger für außerschulische Bildung und Förderer für die Akzeptanz der Straßenkultur
Ort: Café der Naunynritze, Naunynstraße 63, 10997 Berlin

17–19 Uhr: Eröffnung: Mein lokales Modell und Visionsbox
Satellitenprojekte der 6. Berlin Biennale in Zusammenarbeit mit der Nürtingen-Grundschule in Berlin-Kreuzberg
Laufzeit der Ausstellung: 3.7.–1.8.2010
Ort: Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin

Samstag, 3.7.2010

10–11 Uhr: Podium 1: Kulturelle Praxis – gesellschaftliche Wirkung?
Bürgerbeteiligung, Empowerment, Teilhabe: Akzentuierung der Diversität kultureller Positionen
Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

Wie können sich künstlerische Prozesse sozial wirksam einschreiben? Werden Selbstermächtigungsprozesse angeregt und Identitätszuschreibungen aufgelöst? Welche Bedürfnisse haben die Teilnehmenden? Aus nationaler wie internationaler Perspektive werden Motivationen, Ansätze und Methoden einer künstlerischen Praxis, die auf soziale und politische Wirkung zielt, ebenso diskutiert wie ihre Funktion im Rahmen von Projekten kultureller Bildung.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
- Bettina Busse, Kulturamt Neukölln
- Veronika Gerhard und Volkan T., akademie der autodidakten/Ballhaus Naunynstraße
- Rena Rädle, Künstlerin, soziale Aktivistin
- Kate Squires, Künstlerin, Art Educator London
- Peter Winkels, Kulturmanager, next – interkulturelle Projekte
- Moderation: Marina Sorbello und Antje Weitzel, Kulturproduzentinnen

11.30–13 Uhr: Werkstattgespräch: Wie sollte das ideale Programm für Projekte kultureller Bildung aussehen?
Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

Das Werkstattgespräch folgt der Idee, eingeladenen Gästen und Interessierten aus dem Publikum Raum für ihre Anliegen, Fragen und Kritik zu geben. Fünf eingeladene Gäste werden zu Gastgeberinnen und Gastgebern je eines Tisches, an dem sie mit Teilnehmenden jeweils 15 Minuten diskutieren; dann wechseln die Teilnehmenden den Tisch. Ziel ist es, aus der Diversität der Felder heraus Bedürfnisse an die kulturelle Bildung zu formulieren und dabei sowohl die aktive Kommunikation der Felder untereinander als auch die Veränderungen von deren Strukturen mitzudenken.
Die Gastgeberinnen und Gastgeber der Tische, wie auch die Teilnehmenden, bringen ihre je eigene Perspektive aus der Arbeit mit kultureller Bildung in das Tischgespräch ein. An den Tischen soll der Kommunikationsprozess, wie er zwischen den Feldern stattfinden könnte, exemplarisch durchgespielt werden. Jede Gastgeberin/jeder Gastgeber erhält eine Protokollantin/einen Protokollanten zur Seite gestellt, um die Grundthesen für die folgende Präsentation festzuhalten.

Gastgeberinnen und Gastgeber:
- Hamze Bytici, Amaro Drom e. V.
- Dr. Sabine Dengel, wissenschaftliche Referentin Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
- Alexander Henschel, wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Oldenburg
- Oliver Mohr, jungerRat
- Annette Richter-Haschka, Leiterin des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

14–14.45 Uhr: Präsentation der Ergebnisse des Werkstattgesprächs
Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

Jeder Tisch präsentiert seine Thesen oder Forderungen, die sich aus dem vorhergehenden Werkstattgespräch ergeben haben. Neben der schriftlichen Fixierung sind auch performative, zeichnerische, filmische oder fotografische Ausdrucksformen möglich. Das Publikum stimmt darüber ab, ob und in welcher Form die erarbeiteten Thesen Eingang in einen Offenen Brief finden. Dieser Offene Brief mit Forderungen, wie das ideale Programm kultureller Bildung aussehen sollte, wird als Ergebnis des Werkstattgesprächs veröffentlicht und an einen Verteiler von Kulturinstitutionen als Forderungskatalog verschickt.

15–16 Uhr: Podium 2: Das Neue denken – Diskurs der Felder
Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

Im Zentrum des Gesprächs steht der Begriff der kulturellen Bildung in Theorie und Praxis im Kontext von Partizipation und Empowerment. Vertreterinnen und Vertreter der Felder Verwaltung und Politik, Pädagogik, Theorie, Kunstvermittlung und Kunst untersuchen Möglichkeiten kultureller Praxis im Hinblick auf die Zukunft von Veränderungen gesellschaftlicher Wirklichkeit.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
- Thomas Krüger, Präsident Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
- Claudia Schönherr-Heinrich, Fachseminarleiterin Großfach Kunst Berlin
- Prof. Dr. Hanne Seitz, Fachhochschule Potsdam
- Nora Sternfeld, Universität für angewandte Kunst Wien
- Moderation: Leonie Baumann, Geschäftsführerin Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e. V. (NGBK)

Projektpräsentationen

Ab 10 Uhr: Präsentation der akademie der autodidakten
Ein Projekt des Ballhaus Naunynstraße zur Kulturproduktion
Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

12–18 Uhr: Ausstellung: Mein lokales Modell und Visionsbox
Satellitenprojekte der 6. Berlin Biennale in Zusammenarbeit mit der Nürtingen-Grundschule in Berlin-Kreuzberg
Laufzeit der Ausstellung: 3.7.–1.8.2010
Ort: Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin

14–20 Uhr: Projektpräsentation und Workshop: kotti-shop unfolds the clouds
Der Kotti-Shop ist ein kollektiv geführter Raum für Workshops, Ausstellungen und Experimente mit regelmäßigen Kinderworkshops.
Ort: Kotti-Shop, Neues Kreuzberger Zentrum, Adalbertstraße 4, 10999 Berlin

14–19 Uhr: Projektpräsentation: Haben Spinnen Hufe? Können Hunde denken?
Eine Zusammenarbeit der Fichtelgebirge Grundschule mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Ort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Raum der Patenschaften, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

15–21 Uhr: Ausstellung von Workshopergebnissen: StreetUniverCity Berlin e. V. (SUB)
Freier Träger für außerschulische Bildung und Förderer für die Akzeptanz der Straßenkultur
Ort: Café der Naunynritze, Naunynstraße 63, 10997 Berlin

19–20 Uhr: Kiezgespräch: Werkzeug Wahrnehmung
Kiezgespräch im Rahmen der Satellitenprojekte der 6. Berlin Biennale
Ort: Raum der Satellitenprojekte, Dresdener Straße 14, 10999 Berlin

20–21.30 Uhr: Filmscreening zu partizipativen Kunstprojekten und Projekten künstlerischer Kunstvermittlung
Mit Filmen von:
- Amaro Drom e. V., Johannes Burr, Stella Geppert, Eva Hertzsch & Adam Page mit Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Heine- und der Albert-Schweitzer-Oberschule in Berlin-Neukölln
- Kiezmonats-show vol.6: Nachrichten aus der Naunynstraße der akademie der autodidakten am Ballhaus Naunynstraße, Seçil Yaylalı
Ort: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e. V. (NGBK), Hof und 1. OG., Oranienstraße 25, 10999 Berlin

Sonntag, 4.7.2010

11–13 Uhr: Projektpräsentation und Gespräch: arttransponder e. V., common Berlin e. V., Plattenvereinigung
- arttransponder e. V.: Initiator von verschiedenen Veranstaltungen an den Schnittstellen zu Architektur, Wissenschaft, Naturwissenschaft, Theorie und Politik
- common Berlin e. V.: Plattform für eine Auseinandersetzung mit dem Öffentlichen Raum, der Gesellschaft und alternativen Lebensweisen
- Plattenvereinigung: Projekt für Stadtentwicklung und Recyclingkultur
Ort: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e. V. (NGBK), 1. OG., Oranienstraße 25, 10999 Berlin

12–18 Uhr: Ausstellung: Mein lokales Modell und Visionsbox
Satellitenprojekte der 6. Berlin Biennale in Zusammenarbeit mit der Nürtingen-Grundschule in Berlin-Kreuzberg
Laufzeit der Ausstellung: 3.7.–1.8.2010
Ort: Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin

14–20 Uhr: Projektpräsentation und Workshop: kotti-shop unfolds the clouds
Der Kotti-Shop ist ein kollektiv geführter Raum für Workshops, Ausstellungen und Experimente mit regelmäßigen Kinderworkshops.
Ort: Kotti-Shop, Neues Kreuzberger Zentrum, Adalbertstraße 4, 10999 Berlin

14–19 Uhr: Projektpräsentation: Haben Spinnen Hufe? Können Hunde denken?
Eine Zusammenarbeit der Fichtelgebirge Grundschule mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Ort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Raum der Patenschaften, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Veranstalter/Kontakt:
KW Institute for Contemporary Art
6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

Auguststraße 69
D-10117 Berlin

T: 0049 (0)30–243459–55
F: 0049 (0)30–243459–99

office@berlinbiennale.de
presse@berlinbiennale.de

www.kw-berlin.de
www.berlinbiennale.de
www.rueckkopplungen.de

Rückkopplungen ist eine Veranstaltung im Rahmen des Vermittlungsprogramms der 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Mit besonderem Dank für die Zusammenarbeit und Unterstützung an:
Ballhaus Naunynstraße (www.ballhausnaunynstrasse.de)
Kotti-Shop (www.kotti-shop.net)
Kreuzberg Museum (www.kreuzbergmuseum.de)
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien (www.kunstraumkreuzberg.de)
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e. V. (NGBK) (www.ngbk.de)
StreetUniverCity Berlin e. V. (SUB) (www.streetunivercity.de)

Die Berlin Biennale wird organisiert durch die KW Institute for Contemporary Art und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Laufzeit der 6. Berlin Biennale: 11.6.–8.8.2010

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