Kommentieren wie auf facebook?

Unsere Facebook-Seite ist in erster Linie dazu da, Leute einzuladen auf unserem Blog mit zu machen.

Auch Facebook ist ein Ort, an dem man sich über Dinge austauschen kann. Man kann Einträge kommentieren, mache Seiten haben auch ein Diskussionsforum aktiviert.
Warum also nicht gleich anstelle des Blogs eine FB-Seite betreiben?

Wenn ich mir die Diskussionen auf FB mal etwas genauer ansehe, dann unterscheiden sie sich deutlich von den “Kunst-Dialogen”, welche wir uns auf der Plattform wünschen:
FB ist ein Ort für unkomplizierte Unterhaltung. Funktionen wie “Was machst du gerade?” und “Gefällt mir” ermöglichen einen niederschwelligen Einstieg ins Äußern der eigenen Meinung. Entsprechend unmittelbar und unreflektiert kommt auch so manches Kommentar daher. “Facebook ist ein Ort der Emotionen!” hat mein Professor für Digitale Medien zu mir gesagt. “Hochtrabend intellektuelle Diskurse haben hier nichts zu suchen. Einfache Botschaften! Hier kannst du deinen Frust darüber auslassen, wenn der Blog nicht funktioniert, wenn du willst! DANN erreichst du, dass sie neugierig werden und auf der Plattform nachschaun, worüber du dich so ärgerst.” Nun ja, noch hab ich`s nicht gewagt meinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Aber ich bin schon gespannt ob`s klappt!

Die FB-Sprache ist also nicht die geeignete Sprache für Kunst-Dialoge. Wie hören sich diese nun aber an?  Oder wie sollten sie klingen?
Bereits in den wenigen Beiträgen in unserem noch jungen Blog finden sich die unterschiedlichsten Sprechweisen wieder. Einige Artikel bemühen sich um eine anschauliche Darstellung des Themas und belegen die aufgestellte Theorie mit praktischen Beispielen; andere bewegen sich in einem allgemein theoretischen Diskurs und erlauben mit ihren offenen Fragen verschiedenste Assoziations- und Anknüpfungsmöglichkeiten. Manche Texte jonglieren wiederum mit allerlei Fachvokabular und schaffen damit in sich geschlossene, oft unangreifbar wirkende, Argumentationsstränge.

Frage ich in meinem Bekanntenkreis, was sie von unserem Blog halten, fällt die Beurteilung oft nicht sonderlich positiv aus: “Euer Anspruch und die Sprache der Artikel schüchtern ein. Wenn ich hier einen Beitrag schreiben müsste, wüsste ich nicht wie, ich hätte Angst dem Niveau nicht gerecht zu werden.

Facebook-Slang: too low!        Kunst-Dialog-Konversation: too high?

Welche Sprache ist die geeingente für die “plattform kunstdialoge”?
Um diese Frage zu beantworten zu können, muss wohl erstmal eine weitere geklärt werden:
Wer spricht in diesem Blog? Und: Wer soll angesprochen werden?

Oder kann es letzendlich doch vielmehr eine Stärke oder Bereicherung des Dialogs und damit dieser Plattform sein, wenn die vielen Stimmen in unterschiedlichen Sprachen und Tonhöhen sprechen?

No Comments.

Leave a Reply